fellow passenger (Gast) - 2. Nov, 02:39

Aus einem Dilemma gibt es immer zwei Auswege, sagt ein jüdisches Sprichwort. Wenn Sie es sich zutrauen, mein bester Herr Remington, würde ich ihnen fast nahelegen, Ihrem bisherigen Arbeitgeber künftig als Konkurrent zu begegnen. In puncto Personalführung wären sie ihm mit Sicherheit um Längen vorraus.

In München hat das Bewachungsunternehmen Carl Wiedmeier GmbH die Münchner Verkehrsbetriebe schon vor Jahren als Kunden verloren, weil die Fahrgäste sich von den "Schwarzen Sheriffs" eher bedroht als beschützt sahen. Kein Wunder! Die Herren waren nicht nur schwarz uniformiert, mit mächtigem Revolvern, Handschellen und Gummiknüppel behängt, sondern vor allem grundsätzlich miserabel gelaunt. Aus dem gleichen Grund dürfen sie auch längst den Biergarten am Chinesischen Turm nicht mehr bewachen.

Ein Sicherheitsdienst müsste doch in erster Linie die Kunden des Auftraggebers zufriedenstellen. Mit übellaunigen Mitarbeitern, denen jede menschliche Regung untersagt ist, kann das wohl kaum klappen.

Vielleicht gibt es auch in Ihrem jetzigen Arbeitsverhältnis stichhaltige Argumente für gute Laune. Können Sie da nicht einige Situationen aufzählen, in denen es zu Handgreiflichkeiten gekommen wäre, wenn Sie nicht fröhlich hätten reagieren können?

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