Panzerknacker

Hab grad mein eigenes Fahrradschloss knacken müssen. Ein Panzerkabel. Dachte, ich hätte noch einen Ersatzschlüssel, aber nach einigen Umzügen ist der wohl in der Versenkung verschwunden. Merde.

Mein mir sehr kostbares KTM über Nacht irgendwo stehen zu lassen, widerstrebt mir zutiefst, aber es ging nicht anders. Der Schlüssel war am Griff gebrochen und vom Schlüsselbund gefallen und ich hatte ihn lose in der Hand. In der Bibliothek totaler Quatsch, da ich offenbar beim Büchersuchen völlig den Kopf verliere. Weg und nicht mehr zu finden. Merde. Und niemand, den ich anrief, hatte eine Eisensäge!!

Ich auch nicht, obwohl ich’s dachte. Keine Eisensäge, so was. Das wäre zu Ostzeiten nie passiert.

How auch ever, heute morgen tobte ich mit Kabeltrommel, elektrischer Pendelhubsäge mit Metallsägeblatt und dem Kassenzettel fürs Rad los und besorgte mir erst mal Strom aus der Apotheke, vor der das KTM angeschlossen war. Kein Thema für die Damen da, aber der Krach, den ich dann veranstaltete, beunruhigte sie denn doch. Ich habe sage und schreibe zwanzig Minuten gebraucht, um das nicht einmal halbfingerdicke Kabel durchzukriegen.

Hat übrigens keine Sau interessiert, was ich da mache. Gefragt hat jedenfalls keiner.
Cats - 30. Apr, 13:59

Dresden eben. Hier wundert mich gar nichts mehr. :)

Remington - 30. Apr, 14:56

Dann lies mal hier.
muh-muh (anonym) - 30. Apr, 14:19

Ich hätte eine Eisensäge gehabt, wohne dafür nur zu weit weg. :(

Remington - 30. Apr, 14:23

Sladade wäre auch mit einer Trennscheibe angetobt, so isses ja nich. Aber schön, von dir zu hören. Hoffe, wir sehen uns irgendwie mal.
Vanille (anonym) - 1. Mai, 13:33

*schmunzel*

Von diesem Thema hatte ich es vor kurzem mit einer Bekannten, das ist nicht bloß in Dresden so: Ihr passierte einmal ähnliches (der Fahrradschlüssel brach im Schloss ab) und sie klemmte sich das Fahrrad untern Arm und ging damit zur Polizei. Die liegt recht zentral, aber auf dem Weg dorthin sprach sie keiner an und dort angekommen, halfen ihr die Polizisten sogar das Fahrradschloss zu knacken.
Eine andere Bekannte bekam ihr Schloss nicht mehr auf, weil es klemmte und sie sprach den nächstbesten Kerl an der vorbeilief ("zugegebenermaßen sah er so aus, als ob er das könnte") und bat ihn um Hilfe. Das tat und konnte er tatsächlich. Die beiden standen eine halbe Stunde in der Innenstadt, brachen erfolgreich ihr Schloss auf und keinen störte es.

Frechheit siegt?

opatios (anonym) - 1. Mai, 23:58

In der Tat...

...Frechheit siegt.
Eric Frank Russell ist das in "Der Stich der Wespe" bestimmt nicht als erstem eingefallen: So merkwürdig, auffällig oder verrückt es auch ist, was Du machst- gib dich, als sei es das Selbstverständlichste auf der Welt und Du tust es jeden Tag, und niemand wird Dich behelligen.

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